4.10.12

Exciting Commerce jetzt mit E-Commerce Podcast

Bildquelle:Aka  / pixelio.de
Podcast zu hören, gehört zugegebenen nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Umso gespannter war ich auf den ersten Podcast von Exciting Commerce. Vorab - absolut hörenswert mit ein paar Anmerkungen zur Verbesserung.

Jochen Krisch (Exciting Commerce Chefblogger, Konferenzorganisator und E-Commerce Berater) im lockeren 65minütigen Gespräch mit Marcel Weiß (Blogger und Co-Autor bei Exciting Commerce) zu folgenden Themen:
  1. Review und Manöverkritik zur K5 Konferenz (fand ja dieses Jahr zum zweiten mal statt und hat mir persönlich wieder super gefallen - bis auf das verkorkste iPad Gewinnspiel von link11.de, bei dem ich eigemtlich gewonnen habe... dann aber doch nicht, weil ich auf der Suche nach einem Sitzplatz beim Mittagessen nicht schnell genug an der Lostrommel war)
  2. Neue Geschäftskonzepte wie auctionata (bald Auktionsplattform für Antiquitäten und aktuell schon Online-Shop mit Gegenpreis-Funktion) und airbnb (bin ja selbst großer Fan der Private Sales Plattformen wie airbn, wimdu und 9flats - demnächst dazu auch ein Posting von mir)
  3. Der Untergang von Neckermann - hier hat Jochen ja schon einiges in den vergangenen Tagen und Wochen zu geschrieben. Im Kontext geht es aber auch um den grundsätzlichen Strukturwandel der Distanzhandels-Branche und was nun mit OTTO & Co. passiert
  4. Amazon und seine Politik der subentionierten Tablets. Spannende Gedanken über das Warum und Wie der Strategie des E-Commerce Riesen als Ergänzung zum bisherigen Content im Exciting Commerce Blog.
Die Themen und die Aufbereitung fand ich sehr gut und wünsche mir viele spannende Fortsetzungen. Vielleicht auch demnächst mit ein paar externen Gästen aus dem E-Commerce Bereich (z.B. Alexander Graf von Kassenzone oder Florian Heinemann von ProjectA!?).

Der Podcast wird via Soundcloud gestreamt und ist für mein Empfinden ziemlich lang. Liegt sicher an der Themenanzahl und Vielfalt. Deshalb der Vorschlag, ihn in einzelne Themenbereiche zu teilen und so auch ein Sharing einfacher zu ermöglichen.

Auf jeden Fall ist die Idee zu einem Podcast super und ich finde es als Ergänzung zum Blogcontent als echte Bereicherung. Hier das ganze Gespräch via embed zum Anhören.

28.9.12

Job im E-Commerce gesucht!

Bildquelle: 
Gerd Altmann/AllSilhouettes.com  / pixelio.de
Eine der häufigsten Fragen, die ich immer wieder gestellt bekomme ist: "Wo finde ich eigentlich spannende Jobs im Online Marketing oder E-Commerce Umfeld?". Klare Antwort - natürlich über eigene Netzwerke.

Es wäre einfach, dass als alleinige Antwort stehen zu lassen. Gerade nach dem Studium, der ersten Praktikum oder auch nach dem Einstieg ins Berufsleben, ist das eigene Netzwerk meist noch überschaubar. Man kann sich aber gut einiger Quellen bedienen und diese regelmäßig nach neuen Stellenangeboten durchsuchen.

Neben den üblichen Jobportalen und den Karriereseiten der einzelnen Firmen selbst, hier eine kleine Liste (ohne Anspruch auf Vollständigkeit und mit der Bitte um die Erweiterung via Kommentarfunktion).

Kimeta.de - Meta Jobportal, das neben den großen Playern wie Monster, Stepstone u.a. auch die Firmenanzeigen direkt übersichtlich vergleichbar macht. Alternativen zu Kimeta sind Metasuchen wie Jobrapido, Indeed oder Jobworld.

Xing - Das Business Netzwerk ist sicher für jeden Recruiter und Headhinter die Nr. 1 Adresse für die Suche nach potentiellen Kandidaten (einfach mal unter "Ich suche" den Term "Neue Herausforderung" schreiben und schon kommen sie von ganz allein. Daneben gibt es natürlich auch die Möglichkeit, sich auf das eigene Profil passende Jobanzeigen geben zu lassen. Alternative wäre hier z.B. das große Vorbild Linkedin, die ebenfalls einen Stellenmarkt bieten.

Gerade Fachblogs bieten immer häufiger auch die Möglichkeit Stellenanzeigen zu schalten und sind damit oftmals in speziellen Segmenten interessante Quellen für eine neue Position. Hier ein paar Anbieter:

Deutsche Startups - Fachblog run um die Startup Szene in Deutschlands. Alternative Quellen sind hier Gruenderszene, Berlin Startup Jobs oder Gründerluft.

OnlineMarketingJobs.de - Spezielle Jobbörse zum Thema Online Marketing mit regelmäßigem Newsletter. Alternativen sind OnlineMarketing.de oder SEO-United.de

Exciting Commerce - Im E-Commerce Fachblog von Jochen Krisch gibt es jede Woche immer neue Jobangebote aus allen Bereichen... von Startups bis Big Playern wie Amazon.

Weitere relavante Websieten zum Thema Stellenmarkt im Online oder E-Commerce Bereich bitte gern über die Kommentarfunktion ergänzen.

Nachtrag: 02.10.2012: Passend zum Thema: "bvh schlägt Alarm: Im Online-Handel fehlen Fachkräfte"

14.6.12

Adidas und seine (Igel) E-Commerce Strategie

(Bildquelle: www.adidas.de/shop) 
Die gerade bekanntgewordene "E-Commerce Bedingungen für adidas Group Erzeugnisse" sind nicht neu für den E-Commerce Bereich, da viele Markenartikler ihre Angst vor dem Internetgeschäft und ihre augenscheinliche Hilflosigkeit mit vertraglichen Regelungen versuchen zu kaschieren.

Es verwundert mich jedoch schon, dass eine große Marke wie Adidas sich zu solch einem Schritt hinreißen lässt. Es ist sicher noch nachvollziehbar, dass Adidas großen Playern wie Amazon oder Ebay mißtraut, da sie die Einbindung von Produkten einzelner Marktplatzanbieter nutzen, um Sortimentsbereiche mit Potential zu identifizieren und auf- bzw. auszubauen. Dies ist aber eher ein Problem von Multistores, die Waren vieler Marken anbieten und auf Sortimentstiefe spezialisiert sind. Man will Online Shops die "gebrauchte oder beschädigte Waren anbieten" oder „mehrere Verkäufer für ein und dasselbe Produkt haben“ das Verkaufen von Adidas Artikeln verbieten.

Sorry, aber genau diese Beschreibungen treffen auf die erfolgreichsten und potentiell spannensten E-Commerce Ansätze zur Zeit zu. Versucht sich hier nicht die Lobby der alten "braven" Online Shops und Offline Händler gegen die Zukunft zu stellen? Ohne Aggregation und offene Schnittstellen - also auch die Möglichkeit sich eigene Shoppingwelten je nach Usergruppe bauen zu können - würden wir in der Entwicklung auf der Stelle stehen. Die Adidas Kollegen scheinen nicht zu den regelmäßigen Lesern von Exciting Commerce zu zählen :)

So stellt sich Adidas Markenshops vor... viel Marke und wenig Produkt(?)
 Ganz klar wird die Weltfremdheit von Adidas bei der Regel, dass keine Shop zugelassen sind, die „keinen separaten Markenshop für jede zu adidas gehörende Marke“ besitzen. Es muss schön sein zu glauben, dass der typische Adidaskäufer einen Adidas Markenstore ansteuert und dann von Kopf bis Fuß seine Ausstattung bei einem Markenartikler kauft. Den wird es sicher geben - aber welchen Anteil hat er am Gesamtteil der Kunden von Adidas Produkten?

Marcel Rotzoll, Redaktionsleiter von 'markt intern', wird zitiert mit der Aussage: "Grundsätzlich ist das Aus für Amazon und Ebay aus Sicht des Fachhandels positiv, da diese Plattformen kaum das richtige Umfeld für beratungsintensive Markenprodukte bieten." Man sollte die Frage erlauben, welchen Anteil von "beratungsintensiven Produkten" Adidas hat und welche Umsatzrelevanz sie haben. Ist Adidas nicht eher eine Lifestylemarke mit starken Sortimenten abseits der Sportausstattung? Und selbst die kann man online (gut) kaufen. Diese Ausrede gebrauchen sonst auch gern Offline Platzhirsche, für fehlende Investitionen in sich verändernde Kaufgewohnheiten wie heute online und zukünftig mobile und...
Adidas Schuh bei Amazon: Viele Variationen durch mehrere Shopanbieter
- nicht sexy aber funktionell und praktisch!
Meine letzten Adidas Schuhe habe ich übrigens bei Amazon gekauft. Dann werden es bald wohl eher Puma & Co. sein!

5.6.12

Wird Google bald selbst zum Shop?


In den letzten Tagen hat die Nachricht der bald kostenpflichtigen Google Produktsuche die Online- und Retailerwelt beschäftigt und teilweise auch "erschüttert". Der bislang für gelistete Händler kostenlose Service des Listings ihrer Shopprodukte soll nun Geld kosten.

Eigentlich war der Schritt doch klar! Es gab in den letzten Monaten viele Änderungen in der Google Suche, die klar auf eine baldige Anpassung des Google Modells verwiesen haben.

Google erkennt schon, ob es sich im eine Informations- oder Shoppinganfrage handelt und individualisiert die Suche.

  • Die Unsiversalsearch wurde bei shoppingrelevanten Suchanfragen immer häufiger durch direkte Angebote aus Google Shopping über dem Index geprägt. Google zeigt damit ganz klar, dass es genau weiß wann es um Shopping und wann es "nur" um Informationen geht.
  • Die von Google geforderte Taxonomie in der Produktsuche bzw. dem Einstellen im Merchant Center ist ständig angepasst worden. Ziel: Verbesserung der Datenbasis zum Vergleichen von Produkten. Gerade Fashion als eins der am stärksten wachsenden Sortimente im E-Commerce wird hier noch weitere Anforderungen erfüllen müssen, wie eindeutige Produktmerkmale (in den USA schon Pflicht!).
  • Schaut man sich die Wachstumzahlen der Top Advertiser in AdWords an, wird klar - das Wachstum (sowohl beim Budget als auch beim Ertrag) ist nicht mehr gleich steigend. Neue Erlösquellen müssen für Google her, um die ergeizigen (Aktionärs)Ziele zu erreichen.
  • Die neuen Werbeformate mit Produktintegration in den AdWords haben schon gezeigt, dass Google von den reinen Textanzeigen weg geht (oder weggehen muss?)


Ehrlich gesagt hätte ich Google schon viel länger zugetraut zu erkennen, was der Suchende genau möchte - Informationen oder Produkte. Aber Textanzeigen sind lukrativer als direkte Produkte und haben damit auch mehr zum Umsatz beigetragen.

Aktuell wird spekuliert, ob Google auch weitere Produkte kostenpflichtig machen wird!? Die viel spannendere Frage finde ich: Wird Google nicht irgendwann selbst zum Händler? 


So könnte Google - mit wenigen Handgriffen - selbst Shop werden
In den USA arbeitet der Suchriese gerade an einem Lieferdienst (noch für Händler), der gegen Amazons Prime Konzept antreten soll. Nehmen wir aber einmal andere Produkte von Google wie Wallet hinzu… stellt man fest, dass die Online Engel (Don´t be evil) aus Mountain View (fast) alles haben, was man zum Handel benötigt:

  • Google Shopping - alle Händler liefern seit Jahren ihre Daten freiweilig (weil kostenlos) an Google. Google lernt die Sortimente und kann genau sehen, was geht und was nicht.
  • Analytics ermöglicht Google zusätzlich auch noch die weiteren Schritte der Conversionkette zu verstehen und daraus zu lernen.
  • Der geplante Lieferdienst ist schon mal eine gute Vorlage für die logistische Herausforderung eines eigenen Shops.
  • Mit Wallet (Ex Checkout) hat Google ein eigenes Zahlungssystem und die Macht es auch für ambitionierte Konzepte zu pushen und groß zu machen.

Nun wird Google natürlich nicht sofort zum Shop werden. Aber wie schon der Wechsel von reinen Textanzeigen zu Mischanzeigen wie den Product Ads oder anderen Formen, der bald kostenpflichtigen Listung in Google Shopping… die Frage bleibt, wann Google sich mehr von einem Ansatz als Retailer vs. dem Verkaufen von Werbung an Retailer verspricht!? Die reine Mathematik spricht für ein Google Shop Modell. Allein schon die bessere Conversion durch die wegfallenden Klicks wäre enorm hoch. Und andere Händler auf einem Marktplatzansatz a la Amazon mitspielen zu lassen, ist ja auch eine denkbare Option.

Wie auch immer sich Google entwickeln wird… die Änderungen in Google Shopping werden sichet bald einen direkten Einfluss auf die SEO Positionen der Abitrage Anbieter wie Idealo, Ladenzeile, gusntiger oder smatch.com haben. Hier wird Google sicher langfristig keine Konkurrenz für seinen neuen kostenpflichtigen Produktsuchenpart zulassen. Wenn alle aus dem Weg sind, kommt der Google SHOP!(?)

18.3.12

10 spannende Infografiken rund um Social Commerce

Die folgenden 10 Infografiken, rund um Social Commerce, Facebook, Pinterest & Co., lassen sich sicher noch ergänzen. Wer weitere Infografiken findet - bitte mailen an info@shoppingzweinull.de oder unten als Kommentar posten. Vielen Dank.


Timeline des Social Commerce - Infografik mit allen wichtigen Milestones in der Entwicklung des Social Shoppings von 2007 bis heute (2012).

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Social Commerce Einflußfaktoren - Infografik zur Fragen: Wer spielt eine Rolle für Social Commerce und welche Faktoren beeinflussen die Entwicklung?

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The State of Social Commerce - Infografik zu Zahlen und Erfolgsbeispiele für Social Shopping aus den USA.
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Social Commerce - fact or fiction? - Infografik zur Fragestellung: Was ist dran am Social Commerce Hype - welche Annahmen sind real oder fiktiv?

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Pinterest, the next social commerce game changer - Infografik zur Frage: Warum ist Pinterest so erfolgreich und was bedeutet das für Social Shopping?

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History of F-Commerce - Infografik zur Timeline der Enwicklung von Facebook Commerce

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Social Commerce Psychology - Infografik zu den 6 Regeln, die uns aus Social Sicht beim Shoppen beeinflussen

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Selling on Facebook - Infografik von Paul Marsden zu allen Faktoren und möglichkeiten des F-Commerce

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2010, a year in Social Commerce - Infografik zu den Entwicklungen im Social Shopping im Jahr 2010.

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Small Business and Facebook Commerce - Infografik zu Zahlen rund um F-Commerce und Small Business



Mehr Infografiken auf online-driven.de und in meinem Pinterest Board.

28.12.11

Mediamarkt... offline bis zum Ende?

Wenn Werbung Kunst ist, hat Media Markt mit seinem Werbespot vor ein paar Monaten auf jeden Fall den KreativPreis gewonnen. Was eigentlich dahinter steckt habe ich - und auch viele Freunde und Bekannte - nicht so wirklich verstanden.

 

Grund genug, dem ganzen mal im Live Test auf den Grund zu gehen. Ein paar weihnachtliche Gutscheine von Verwandten führten mich heute in einen großen Hamburger Media Markt. Beim Betreten des Technik Konsumtempels wurde mir erst einmal bewusst, wie lange ich schon nicht mehr da war. Aber das weiß mein Amazon Konto sicher noch viel besser als ich :)